Kali-Yuga-Avatara

Kali-Yuga-Avatara, der für das gegenwärtige Kali-Yuga vorhergesagte Avatara, Sri Krishna-Chaitanya Mahaprabhu

Vishnu macht sich selbst im Kali-Yuga nicht sichtbar (siehe Bedeutung von Avatara), um das Yuga-Dharma zu lehren. Auch Krishna selbst kommt nur einmal pro Tag Brahmas auf die Erde. Ein Tag Brahmas enthält tausend Maha-Yugas (ein Zyklus der vier Yugas Satya, Treta, Dvapara und Kali, die zusammen 3,42 Millionen Jahre dauern). Erst gerade am Ende des letzten Dvapara-Yuga fand das Erscheinen Krishnas statt.
Krishna, der das Verlangen verspürt, die unbegreifliche Liebe (Prema) seiner ewigen Gefährtin Radha zu erfahren, will sich im darauf folgenden Kali-Yuga sichtbar machen, um ihre unfassbare Liebe selbst zu schmecken. So wird der Hauptgrund für Krishna-Chaitanyas Erscheinen begründet. Dies wissend, umhüllt Radha selbst Krishnas Körper und verleiht ihm dadurch ihren golden strahlenden Glanz. Sie will ihn vor den unangenehmen Umständen des Kali-Yuga beschützen. Alles Begründungen, um die neugierigen Gemüter der verkörperten Atmans zu befriedigen. So nimmt das höchste Paar (Radha-Krishna) in einer mystischen Vereinigung die Gestalt Krishna-Chaitanyas an, um die höchste Liebe (Krishna-Prema) in Gestalt des vollkommenen Bhaktas (Liebender Gottes) beispielhaft vorzuleben.
Der zweite Grund liegt darin, dass sich Krishna bewusst ist, dass diese höchste Liebe extrem selten vom Atman erlangt werden kann. Befreiung/Erlösung (Moksha) werden von ihm schnell gewährt. Doch reine Liebe (Prema) hält er zurück. In der Gestalt Krishna-Chaitanyas will er jedoch diese Prema ohne irgendwelche Vorbehalte (unabhängig von Charakter oder anderen Qualifikationen) verschenken. Ein Geschenk, das nur einmal pro Tag Brahmas erhältlich ist, und jedem Atman, der bei seinen Namen Schutz/Zuflucht nimmt, zusteht.

Außergewöhnlich daran ist die Tatsache, dass der Höchste selbst in Gestalt Krishna-Chaitanyas, eines Krishna-Bhaktas, diese höchste Liebe an die Niedrigsten des Kali-Yuga verschenkt. Also an jene, die am weitesten von dieser Liebe entfernt stehen.

 

Krishna-Chaitanya Mahaprabhu wurde im Veda vorhergesagt

Es folgen ein paar der Vorhersagen aus dem Veda.

 

Sruti (alphabetisch aufgeführt)

ito ‚ham krta-sannyaso ‚vatarisyami sa-guno nirvedo
niskamo bhu-girbanas
tira-stho ‚lakanandayah kalau catuh-sahasrabdhopari
panca-sahasrabhyantare gaura-varno dirghangah
sarva-laksana-yukta
isvara-prarthito nija-rasasvado bhakta-rupo
misrakhyo vidita-yogah syam

„Gegen Ende des Zeitraums zwischen vier- und fünftausend Jahren, im Kali-Yuga, werde ich als Gauranga auf die Erde hinabsteigen, als ein frommer, goldstrahlender Brahmana, an einem Platz an den Ufern des Ganges. Später werde ich zum Kronjuwel aller Sannyasis, ich werde alle meine transzendentalen Eigenschaften offen zeigen, auch höchste Entsagung und vollkommener Abstand von materiellen Wünschen. In dieser Gestalt als Gauranga werde ich die 32 Symptome einer großen Persönlichkeit aufweisen, meine Arme bis zu den Knien ausdehnend. Ich werde zu meinem eigenen Geweihten, sehr fortgeschritten im Bhakti-Yoga. Ich werde durch das Chanten meines eigenen heiligen Namens die Verehrung des Höchsten (für mich selbst) lehren und so die Geschmäcker meines eigenen liebevollen Dienstes genießen. Nur meine vertrauten Geweihten werden zu dieser Zeit fähig sein, mich zu verstehen.“
(Atharva Veda, dritter khanda, Brahma-vibhaga)

sa eva bhagavan yuge turiye ‚pi brahma-kule
jayamanah sarva upanisadah uddidirsuh
sarvani dharma-astrani vistarayisnuh sarvan
api janan santarayisnuh sarvan api vaisnavan
dharman vijrimbhayan sarvan api pasandan nicakhana

Im Kali-Yuga wird der höchste Herr in einer Brahmanen-Familie erscheinen. Er wird die Botschaft der Upanischaden und der Dharma-Shastras lehren. Er wird die Atheisten und die Sünder besiegen und die Wahrheit des Vaishnava-Dharma etablieren.
(Krishna Upanishad 2.6)

yada pasyah pasyate rukma-varnam
kartaram isam purusam brahma-yonim

Jeder, der diese goldfarbige Persönlichkeit Gottes sieht, den höchsten Herrn und der höchste Handelnde, die Quelle des höchsten Brahman, ist befreit.
(Mundaka Upanisad 3.1.3 des Atharva Veda)

saptame gaura-varna-visnor ity
anena sva-saktya caikyam etya
prantepratar avatirya saha
svaih sva-manum siksayati

Im siebten Manvantara, zu Beginn des Kali-Yuga, wird die höchste Persönlichkeit Gottes, begleitet von seinen eigenen Beigesellten, in einer goldenen Gestalt auf die Erde hinabsteigen. Er wird das Chanten seines eigenen heiligen Namens lehren.
(Purusa-bodhini Upanisad des Atharva Veda)

mahan prabhur vai purusah
sattvasyaisa pravartakah
sunirmalam imam praptim
isano jyotir avyayah

Sri Mahaprabhu ist die höchste Persönlichkeit Gottes, die transzendente Erleuchtung verbreitet. Schon allein dadurch, dass man mit ihm in Berührung steht, ist es, als ob man in Kontakt mit dem unzerstörbaren Brahmajyoti stehen würde.
(Svetasvatara Upanisad 3.12 des Yajur Veda)